Pane Carasau ist ein sehr dünnes, trockenes Fladenbrot (Carta da Musica). Es wird mit italienischem Olivenöl übergossen und es wird noch mit Salz und Pfeffer gewürzt. Im Ofen wird es einige Minuten erwärmt und anschliessend warm serviert. Entweder kann man das Pane carasau als Vorspeise, als Beilage zum Hauptgericht oder auch als kleiner Snack für zwischendurch verzehrt werden.
Sardischer Schafskäse in verschiedenen Varianten, jung oder alt, weich oder hart. Zum Zwischendurch essen, zum Apéro, zum Dessert oder auf Speisen geraffelt.
Die Fischeier stammen aus einem Dorf namens Cabras. Die Eier werden luftgetrocknet, gepresst und geräuchert und werden mit Spaghetti oder Linguine oder als Vorspeise auf getoastetem Brot mit Olivenöl gegessen.
Typische sardische Teigwaren aus Hartweizengries, mit Safran gewürzt und mit einem Sugo (Sauce) aus Tomaten, Basilikum, Zwiebeln und frischer italienischer Salsiccia. Die Salsiccia wird mit Anis hergestellt und erzeugt dadurch den unvergleichlichen Geschmack der Wurst sowie auch im Sugo. Darüber kann Pecorino gestreut werden oder wer kein Schafskäse mag, nimmt Parmesan.
Das Maialino arrosto (Spanferkel) gehört zu den meist typischen sardischen Gerichten. Das Ferkel ist noch sehr klein (max. 45 Tage alt) und wird auf einem Spiess über dem Holzfeuer zubereitet. Angerichtet wird das Spanferkel anschliessend auf einem Beet von Myrtenzweigen. Bei Volksfesten oder Feiertagen kommt das Gericht bei den Sarden oft auf den Tisch. Als Tourist*in trifft man oft auf Agritourismi (Restaurants auf Bauernhöfen) auf das Maialino arrosto.
Fregola bedeutet auf Italienisch «Brotkrümel» und ist eine sehr beliebte Pasta Art aus Gries, die in verschieden Variationen gekocht werden kann: mit Meeresfrüchten, als Suppe mit Pecorino und Petersilie oder mit einer einfachen Tomatensugo. Zuppa (Suppe) di fregola con arselle wird mit frischen kleinen Muscheln, Tomaten, Knoblauch, Petersilie zubereitet.
Culurgiones sind gefüllte Teigwaren, mit einer Kartoffel-Käsecreme & Minze und haben die typische Form eines Halbmondes. Serviert werden die Teigwaren mit Butter und Salbei oder einer frischen Tomaten-Basilikum-Sauce.
Hackfleisch mit Petersilie, Knoblauch, Eier, Paniermehl, Safran, Salz und Pfeffer werden zu Kugeln geformt und in Olivenöl frittiert. Die Fleischkugeln werden in einer Tomatensauce mit Zwiebeln und Erbsen gekocht, dazu wird frisches Brot serviert.
Seadas sind mit Frischkäse (typischerweise mit jungem Pecorino) gefüllte Teigtaschen. Sie werden vor dem Servieren in Olivenöl frittiert. Anschliessend werden sie mit ein wenig bitterem Honig drauf angerichtet. Dieses Dessert ist in den meisten Restaurants auf der Speisekarte zu finden. Allerdings ist das Dessert so sättigend, dass es fast als eigenständiges Gericht angesehen wird.
Die Torte besteht aus einem Boden aus Mehl, Zucker, Butter, Salz und abgeriebener Zitronenschale. Die Füllung wird mit Ricotta, Eier, der Schale sowie der Saft von Zitronen zubereitet. Wer möchte, kann ein wenig Amaretto Likör dazu mischen. Nach dem Backen kann die leckere Torte zu verschiedenen Anlässen serviert werden.
Die Beeren einer Myrte (wildwachsende Pflanze) oder Schalen einer Zitrone werden über ein paar Wochen in hochprozentigem (95%) Alkohol eingelegt und anschliessend mit Wasser, Zucker und Honig zu einem feinen Likör gemischt. Zum Genuss von Mirto oder Limoncello kommt man meistens am Ende eines Essens. Oft wird in Restaurants zur Rechnung ein Glas einer der beiden Liköre angeboten.
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